Bedenkzeit reklamieren

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Einleitung

Dieses Dokument erklärt, wie in Partien die Bedenkzeit reklamiert werden kann. Anspruch auf Vollständigkeit des Dokuments wird nicht erhoben. Sollten Fragen offenbleiben, so kann gern über das Feedback-Formular der remoteSchach-Webseite nachgehakt werden. Gegebenenfalls wird die Dokumentation entsprechend geändert oder erweitert.

Hinweise:
Die Abkürzung "BZ" bedeutet Bedenkzeit und "BZÜ" ist die Bedenkzeitüberschreitung.

1. Bedenkzeit allgemein

1.1 Grundlagen

Es gibt Situationen bei denen der Gegner einfach nicht mehr zieht. Sei es absichtlich oder unabsichtlich, verschuldet oder unverschuldet. Gleichzeitig ist es oft erwünscht, wenn eine Partie mit einem Mindestmaß an Tempo gespielt wird - Turniere z.B. sollen ja auch irgenwann einmal einen Sieger hervorbringen.

Aus diesem Grund gibt es Bedenkzeitregelungen um nicht unendlich viel Zeit für einen Zug verbrauchen zu können. remoteSchach kennt Partien mit und ohne Bedenkzeitverwaltung:

1.1.1 Partien ohne Bedenkzeitverwaltung

Dies sollte anfangs unendliche Partien ermöglichen, letztendlich hat sich aber die Regelung bewährt, dass nach 28 Tagen ohne gegnerischen Zug die Partie wegen Verdacht auf stillschweigenden Rücktritt beendet werden kann. Ein Muss bzw. ein technischer Automatismus dafür besteht dafür jedoch nicht.

1.1.2 Partien mit Bedenkzeitverwaltung

Bei diesen Partien wird durch den Herausforderer bzw. durch den Turnierleiter die Bedenkzeit festgelegt. Dabei werden für eine Anzahl von Zügen ein Zeitraum in Tagen bestimmt. z.B. 30 Tage für 10 Tüge. Das bedeutet in dem Beispiel: Für seine 10 Züge hat der Spieler 30 Tage Zeit. Dem Gegner steht die gleiche Zeit zur Verfügung.

So eine zeitliche Gruppierung von Zügen nennt man Turnus. Da man nicht immer die volle Zeit in Anspruch nimmt, besteht nach einem solchen Turnus noch eine gewisse Restzeit. Diese wird:

  • entweder mit Beginn des neuen Turnus verworfen, so dass in unserem Beispiel wieder genau 30 Tage für die nächsten 10 Züge verfügbar sind.
  • oder in den nächsten Turnus mit übernommen. So dass 30+Resttage für die nächsten 10 Züge zur Verfügung stehen

Welches Verfahren zur Anwendung kommt, wird in der Herausforderung bzw. in der Turnierausschreibung angegeben.

2. Bedenkzeit reklamieren

Der remoteSchach-Server ist in der Lage, auf Bedenkzeitüberschreitungen selbstständig zu reagieren, d.h. gegebenenfalls die Partie wegen BZÜ zu beenden, oder es den Spielern zu überlassen die Bedenkzeit zu reklamieren. Auch dies kann vor Partiebeginn für jede Partie einzeln eingestellt werden bzw. wird vom Turnierleiter festgelegt.

2.1 ... mit dem Client-Programm

Für eine vergrößerte Ansicht auf die Bilder klicken.

BZÜ liegt vor

Hat der Gegner die Bedenkzeit überschritten wird dies deutlich mit roter Farbe in der Partieliste angezeigt.

BZÜ wird deutlich angezeigt

Beim öffnen des Partiefensters, werden Sie nocheinmal darüber informiert, dass Sie nun die Möglichkeit haben, die BZ zu reklamieren.Dazu erscheint ein sonst nicht sichtbarer Knopf in der Werkzeugleiste des Partiefensters.

BZÜ wird reklamiert

Alternativ können Sie das Aktionsmenü aufklappen in dem Sie den ersten Knopf der Werkzeugleiste drücken.
Achtung:
Für die Bedenkzeitreklamation muss man mit dem Server verbunden sein!

2.2 Was passiert beim Reklamieren?

Wurde die Bedenkzeitreklamation an den Server gesendet, so erhält der Turnierleiter bzw. bei Einzelpartien ein remoteSchach-Administrator eine Email mit den notwendigen Partiedaten. Dieser beendet die Partie entweder oder setzt die Bedenkzeit zurück und lässt die Partie weiterlaufen, was aber eher selten, bzw. bei entsprechender Begründung geschieht.